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Aktivitäten in und um Norddeich bei schlechtem und gutem Wetter

Norddeich bei schlechtem Wetter

Diese Aktivitäten bringen auch bei Regen Spaß

 

Deutschlands Norden ist nicht immer ein Sonnengarant. Und auch in Norddeich kann es zu jeder Jahreszeit ungemütlich werden. Doch dies sollte die Urlaubslaune nicht trüben. Im Gegenteil: Norddeich hat einiges zu bieten, was das schlechte Wetter nicht nur erträglich macht, sondern Besucher regelrecht den Regen genießen lässt. Diese Attraktionen laden dazu ein, den grauen Regenalltag zu vergessen und das schöne Norddeich auf ganz andere Art zu erleben.

  1. Ocean Wave – Südsee-Flair im Norden

Eine laue Luft, Palmen und eine Wassertemperatur von 30 Grad? An der Nordsee eigentlich undenkbar. Doch in der spektakulären Badewelt Ocean Wave wird der Südseetraum lebendig. Mag es draußen noch so ungemütlich sein, im wohltemperierten Meerwasserbecken fühlt sich jeder bei 30 Grad angenehm wohl. Selbst die Kleinsten können sich wohlig im Wasser fühlen, das Kinderplanschparadies des Ocean Wave besitzt sogar eine Badetemperatur von 32 Grad.

Besucher aller Altersgruppen können sich in einem der vielen Bereiche so richtig austoben, Spaß haben oder einfach nur herrlich entspannen. Für Spiel und Spaß trifft sich alles im großen Erlebnisbecken. Südsee-Flair erhält dieser Bereich durch eine künstliche Grotte und einen tropischen Wasserfall. Dazu können Sie sich im Strömungskanal treiben lassen oder sich im Brodelbecken vergnügen. Ein besondere Perspektive garantiert der so genannte „Hexenkessel“, denn von hier aus lassen Unterwasserfenster einen Blick unterhalb der Wasseroberfläche zu.  

Sie suchen eher Entspannung und Ruhe? Auch das ist im Ocean Wave durchaus möglich, denn überall befinden sich liebevoll angelegte Ruhebereiche und Entspannungsloungen. In denen Sie in Ruhe die Seele baumeln lassen können. Besonders wohltuend ist ein Besuch des Dampfbades. Hier entspannen Sie bei herrlichen 42 Grad und fühlen sich danach wie neu geboren. So ist der Besuch des Ocean Wave auch ein kleiner Wellnessurlaub direkt an der Nordsee – umso schöner, wenn es draußen regnet und stürmt.

Wenn es das Wetter zulässt, lohnt sich übrigens durchaus auch der Besuch des großzügig angelegten Außenbereichs. Wie es sich für Deutschlands Norden gehört, ist hier auch ein Leuchtturm zu finden, der zum Erklimmen der Treppen einlädt. Dies ist vielleicht ein wenig anstrengend, doch auf jeder Zwischenebene belohnen Sie extra hierfür eingelassene große Bullaugen mit einer großartigen Aussicht auf das gesamte Gelände. Haben Sie das oberste Plateau des Leuchtturms erreicht, verspricht die 101 m lange Wasserrutsche, die Sie wieder nach unten führt, echten Spaß!

Das Ocean Wave ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und garantiert, dass Feriengästen jeder Altersgruppe garantiert nicht langweilig wird. 

  1. Teemuseum

Ostfriesland ist die Heimat des Friesentees schlechthin. Sie können diesen Teil Deutschlands nicht bereisen, ohne den typischen Friesentee gekostet und an einer traditionellen Teezeremonie teilgenommen zu haben. Selbst passionierte Kaffeetrinker werden beim Genuss des aromatischen Tees sicher auf den Geschmack kommen. Aus diesem Grund allein lohnt sich bereits ein Besuch des Teemuseums in Norden – übrigens nicht nur bei Regenwetter.

Lassen Sie sich von dem Begriff „Museum“ nicht abschrecken, denn mit einem womöglich eingestaubten Ambiente und langweiligen Exponaten haben die liebevoll gestalteten Räume nichts zu tun. Vielmehr bietet das erst 2014 umgestaltete Museum eine lebendige interaktive Erlebniswelt, die sich rund um die friesische Teekultur bewegt. Kern des Hauses ist die Dauerausstellung, die ihre Besucher über Anbaugebiete, die Verarbeitung und die Herstellung des Schwarztees informiert. Insbesondere steht natürlich die spezielle Teemischung im Mittelpunkt, die für den originalen Friesentee verwendet wird. Hier können Sie selbstverständlich auch traditionelle ostfriesische Tee-Service bestaunen. Darüber hinaus verspricht eine Darstellung des allgemeinen Teehandels interessante Fakten. Sehen Sie, wie die kostbaren Blätter den Weg im historischen Fernhandel durch die asiatischen Steppen über den Seeweg vorbei am Kap der Guten Hoffnung fanden.

Da man auf der ganzen Welt nicht einfach nur Tee trinkt, sondern dies auch meist mit einer Zeremonie verbindet, bietet die Ausstellung über die verschiedenen Bräuche des Teetrinkens in anderen Ländern interessante Einblicke. Hier steht natürlich die ostfriesische Teezeremonie im Mittelpunkt.

Damit Ihr Besuch im Teemuseum nicht nur rein theoretischer Natur ist, sondern auch Praxiserlebnisse beinhaltet, haben Sie hier auch die Möglichkeit, einer solchen Zeremonie samt unverzichtbarem Kandiszucker und friesischer Teesahne beizuwohnen.  

Einen regionalen Bezug erhalten Sie in der Ausstellung über die Geschichte der Stadt Nordens, die immerhin rund 5.000 Jahre umfasst.

Auch bei Ihrem wiederholten Besuch in Norddeich lohnt es sich immer wieder, auch im Teemuseum vorbeizuschauen, denn neben der ständigen Ausstellung gibt es auch immer wieder lebendige und abwechslungsreiche Sonderausstellungen. Darüber hinaus bietet das Museum diverse Themenführungen an. Hier kann der Schwerpunkt beispielsweise auf den Herstellungs- und Transportweg des Tees, auf der historische Entwicklung des beliebten Heißgetränks oder aber auch auf der Teekultur der verschiedenen Länder liegen. Im Teeseminar schließlich haben Sie auch die Möglichkeit, die verschiedenen Sorten kennen- und unterscheiden lernen und natürlich auch zu kosten.

Übrigens: Das Teemuseum ist für jede Altersgruppe interessant. Speziell für Kinder gibt es entsprechende Angebote und Führungen.

  1. Kinderspielhaus Norddeich: Erlebniswelt für Abenteurer

Bei schlechtem Wetter fällt den lieben Kleinen schnell die Decke auf den Kopf. Das Kinderspielhaus Norddeich ist in diesem Fall genau der richtige Ort, um sich auszutoben. Auf insgesamt 250 m² Gesamtfläche können sich kleine und größere Kinder hemmungslos am Klettern, Rutschen, Tollen und Spielen versuchen. Drei Ebenen stehen den Kindern hierfür zur Verfügung. Der Spielbereich ist mit sicherem Hartgummi ausgestattet und damit ideal, um auch einmal ein größeres Kletterabenteuer zu wagen.

Auch für die Eltern ist ein Besuch im Kinderspielhaus Norddeich sehr erholsam. Schließlich müssen sie sich hier nicht um die Auslastung und Unterhaltung Ihrer Kinder kümmern, sondern können einfach in Ruhe einen Kaffee genießen und den Kleinen beim Toben zusehen. Apropos Unterhaltung: An wechselnden Tagen bietet das Kinderspielhaus Norddeich ein zusätzliches Unterhaltungsprogramm. Sei es der Clown Riccolino, der die kleinen Gäste zum lachen bringt, sei es der Zauberer Ricci Como, der mit seinen Zauberkunststücken auch die Großen begeistert, oder die Rumpelkiste – ein unterhaltsames Puppenspiel: Langweilig wird es im Kinderspielhaus nie. Wer dennoch etwas Abwechslung sucht, kann der Bastelstube einen Besuch abstatten. Hier greifen auch die Eltern gerne mal zum Bastelpapier. In der Kerzenstube können Groß und Klein ebenfalls kreativ werden.

Der Kindergeburtstag fällt in die Ferien? Für die Geburtstagsparty kann man im Kinderspielhaus auch einen separaten Raum buchen. Damit wäre ein unvergesslicher Tag vorprogrammiert.

  1. Seehundaufzuchtstation Norddeich

Der Besuch des Wattenmeers lädt dazu ein, auch den Seehunden und Kegelrobben einen Besuch abzustatten, die gerne auf den Sandbänken in der Sonne dösen. Wenn die Sonne sich jedoch nicht blicken lässt und eine Fahrt zu den Seehundbänken wohl eher ungemütlich werden könnte, ist der Besuch der Seehundaufzuchtstation mehr als eine gute Alternative.

Tatsächlich ist diese Attraktion ein absolutes Muss in Norden. Die bereits im Jahre 1971 gebaute Seehundstation diente ursprünglich Forschungszwecken. Doch die Forscher erkannten, dass die Tiere, die sie erforschten, besonderen Schutz bedurften. Zum einen muss der Lebensraum der Seehunde geschützt werden. Nicht umsonst wurde das Wattenmeer zum Naturerbe erklärt, bietet es doch zahlreichen Lebewesen wichtigen Lebensraum. Darüber informiert eine ständige Ausstellung der Seehundstation. Hier sollen Besucher für den sorgfältigen Umgang mit der Natur sensibilisiert werden.  

Darüber hinaus sind es die Seehundjungen, genannt Heuler, die regelmäßig den Schutz des Menschen benötigen. Verlieren sie die Mutter, was relativ häufig vorkommt, haben sie in der freien Natur keine Überlebenschance. Sie finden Schutz in der heutigen Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich. Hier werden verwaiste Heuler liebevoll von ausgebildeten Tierpflegern aufgezogen, ehe sie wieder in die Natur entlassen werden können. Jährlich kommen zwischen 80 und 150 Seehundwelpen in die Quarantänestation der Aufzuchtstation.  

Die niedlichen Seehundwelpen sind ein regelrechter Touristenmagnet. Jedes Jahr besuchen Tausende von Touristen im Frühsommer die Seehundstation, allein wegen der Heuler, die in dieser Zeit dort zu bestaunen sind. Selbstverständlich sind sich die Verantwortlichen ihrer Verpflichtung bewusst, die Tiere zu schützen. Die Aufzuchtstation ist deshalb nicht mit einem Zoo zu vergleichen. Sie dient allein dem Wohl der Tiere. Der unmittelbare Kontakt ist nicht gestattet. Dennoch ist der Anblick der süßen Welpen auch aus etwas größerer Distanz herzerwärmend. Das Highlight stellt die tägliche Fütterung der Heuler dar. Große und Kleine Besucher haben Ihre Freude daran, durch die großen Unterwasserfenster die Welpen munter durchs Wasser tauchen zu sehen.  

  1. „Klabautermann“ Indoor-Spielpark in Esens

Wenn es mal wirklich den ganzen Tag regnen sollte, verspricht ein Tag im „Klabautermann“ Indoor-Spielpark in Esens willkommene Abwechslung für Groß und Klein. Hier könnten sich Ihre Kinder wahrscheinlich mehrere Tage aufhalten, ohne dass ihnen langweilig werden würde. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern Fläche beinhaltet die große Spielhalle alles, was das Kinderherz begehrt. Unter anderem erwartet die Kinder dort ein riesiges Spielschiff, auf dem sie nach Herzenslust klettern und toben dürfen, Norddeutschlands größter Multiaktionsturm mit lustiger Softball-Schießanlage, vielen Rutschen und unzähligen  Klettermöglichkeiten, eine Go-Kartbahn mit Elektro-Fahrzeugen, ein spannender Klettervulkan mit einer 15m langen Tunnelrutsche, eine große Trampolinanlage mit insgesamt zehn Sprungplätzen, eine Free-Climbing-Anlage, Billardtische, Kicker, Minigolf, ein Multiaktionsfeld für Fußball, Basketball, Volleyball oder Hockey und vieles mehr. Die Kleinsten der Kleinsten kommen in den Genuss eines eigenen überschaubaren Kleinkinderbereichs mit buntem Bällebad, einer kleinen Rutsche, großen Legosteinen zum Bauen und vielen altersgerechten Klettermöglichkeiten. Wem hier langweilig wird, der ist selbst schuld.

Für den großen und kleinen Hunger lockt das Klabautermann Bistro mit leckeren Gerichten zu angemessenen Preisen. Hier lassen sich durchaus auch die Eltern gerne auf einen Kaffee nieder, um ihren Kleinen entspannt beim Spielen zuzusehen und auf diese Weise einen Urlaubstag der etwas anderen Art zu genießen.

  1. Automobil- und Spielzeugmuseum an der Nordsee

Schlechtes Wetter ist ideal, um einen Museumsbesuch einzuplanen. Hier schließen Sie Regen und Sturm bewusst aus und tauchen ein in eine andere Welt. Keine Lust auf übliche Besuche von Heimatmuseen, Kunstgalerien oder auf die an der Nordsee nicht untypisches Meeresmuschelnmuseen? Dann ist der Besuch des Automobil- und Spielzeugmuseums an der Nordsee genau das Richtige.

Wer erwartet, hier ein paar Räume mit verstaubten Spielzeugautos vorzufinden, wird eines Besseres belehrt. Denn hier stehen wahre Schätzchen, nicht nur für Autoliebhaber. Auf einer Fläche von mehr als 2000 Quadratmetern warten sowohl Oldtimer als auch so genannte Youngtimer, außergewöhnliche Autos, schicke Motorräder und Mopeds auf Ihren Besuch. Insgesamt befinden sich mehr als 150 Automobile und Motorräder in den Ausstellungsräumen. Es gibt also genug zu sehen, um im Automobil- und Spielzeugmuseum einige Regenstunden zu verbringen. Zu den Highlights zählen die Promis unter den Automobilen. So erwartet Sie hier unter anderem das Auto aus der Serie „Der Bulle von Tölz“, Schorsch aus „Go Trabi Go“, der Cadillac von Elton John, ein 6,9 von Mireille Mathieu, ein 300 SE/L der Bundesregierung und der SLC von Berti Vogts. Spektakulär anzusehen sind auch die verschiedenen Renn- und Ralleyfahrzeuge, alle hervorragend aufbereitet und damit eine wahre Pracht, die jedes Liebhaberherz höherschlagen lässt.

Große und kleine Kinder erfreuen sich zudem an einer Vielzahl von Spielzeugmodellen aus dem letzten Jahrhundert, die sich noch in allerbester Verfassung befinden und regelrecht zum lebendigen Spiel einladen.

Nostalgiefans werden sich zudem an der Auswahl an alten Reklame-Schildern erfreuen. Sicher sind hier einige dabei, die Sie noch nie gesehen haben, die Sie jedoch auf den ersten Blick begeistern.

Darüber hinaus bietet das Museum auch regelmäßige Sonderausstellungen an, die einen Besuch mehr als lohnenswert machen. So ist aktuell die Sonderausstellung „40 Jahre Deutsche Geschichte DDR“ zu besuchen, die nicht nur „Ostalgiker“ begeistert. Die „Maritimausstellung“ wird dem friesischen Ambiente gerecht und wartet mit einigen überraschend anderen Exponaten auf. Erinnerungen werden bei älteren Besuchern beim Besuch der Ausstellung „Spielsachen aus Kindheitsjahren“ an.

Führungen sind für Gruppen ab 15 Personen möglich. Hier besteht die zusätzliche Möglichkeit, weitere Fakten und Hintergründe zu erfahren oder Fragen zu einzelnen Ausstellungstücken zu stellen.

Hungern müssen Autobegeisterte und Spielzeuginteressierte selbstverständlich auch nicht. In der Erlebnisgastronomie Boxengasse gibt es leckere Schnitzel und Burger zu einem passablen Preis. Für den etwas größeren Appetit können auch XXL-Portionen geordert werden.

Sie haben immer noch nicht genug von diesem Ort? Dann übernachten Sie doch gleich hier. Das Automobil- und Spielzeugmuseum unterhält eine gemütlich eingerichtete Ferienwohnung, die einer Familie eine außergewöhnliche Unterkunft gewährt.  

Diese sechs Vorschläge für Attraktionen für Schlecht-Wetter-Tage stellen nur eine Auswahl der Möglichkeiten dar, sie sich Norddeich-Besuchern auch eröffnen. Das vielleicht etwas unbeständige Wetter ist also kein Grund, um nicht in diese besondere Ferienregion zu reisen. Im Gegenteil: Es gibt für Groß und Klein neben einer atemberaubenden Natur viel zu entdecken und zu erleben. Es lohnt sich, hier einen etwas längeren Urlaub einzuplanen, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen oder einfach immer wieder zu kommen und sich mit jedem Besuch ein anderes besonderes Highlight zu gönnen. 

 

 

 

Norddeich – Diese Aktivitäten sollten Sie bei gutem Wetter keinesfalls verpassen

Das Naturerbe Wattenmeer allein ist immer wieder eine Reise wert. Doch gerade die Region rund um Norddeich bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten, für die ein einziger Urlaub gar nicht ausreicht. Wenn Sie vielleicht bereits einige Ferientage in Norden/Ostfriesland verbracht haben und die typischen Sehenswürdigkeiten bereits kennen oder aber nicht zum ersten Mal in Norddeich sind und mal etwas anderes erleben möchten, seien Ihnen die folgenden Attraktionen ans Herz gelegt. Diese laden gerade bei gutem Wetter dazu ein, von Ihnen entdeckt zu werden.

  1. Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland

Die Küstenbahn verspricht ein Stück ostfriesische Nostalgie. Ursprünglich handelte es sich hierbei um ein gewöhnliches Verkehrsmittel, das ab Ende des 19. Jahrhunderts die Städte Emden und Jever verband und dabei über Norden führte. Diese Eisenbahnstrecke wurde jedoch im Jahre 1983 stillgelegt, die Routen, die bislang per Eisenbahn zurückgelegt wurden, übernahmen fortan Busse. Bis heute gelten Busse auch als das Verkehrsmittel der Region. Doch Liebhaber der historischen Eisenbahn konnten sich mit diesem Aus nur schwer abfinden. 1987, also nur vier Jahre nach dem Aus, wurde der Verein Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland gegründet. Das erklärte Ziel dieses Vereins war es, die Erinnerung an die Küstenbahn aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund fährt heute die traditionelle Küstenbahn wieder, wenn auch nur zum Zwecke der Nostalgie und zur Freude der Mitreisenden. 

Als Feriengast empfiehlt es sich absolut, einen der Züge der Küstenbahn zu besteigen, die stilecht von einer roten, manchmal auch schwarzen Diesellok gezogen werden. Namen tragen diese beiden ehrwürdigen Loks auch: Sie werden Dornum und Köf genannt. Zur historischen Küstenbahn zählen außerdem auch Personenwagen aus den 30er-Jahren, Güterwagen aus den 20er-Jahren sowie ein Buffetwagen von 1928.

Eilig darf man es hier übrigens nicht haben. Mit maximal 30 Stundenkilometern fährt die Küstenbahn durch die ostfriesische Region. Die Route führt dabei von Norden über Hage nach Dornum. 17 Kilometer ist diese Strecke lang. Bei schönem Wetter genießen Sie jede einzelne Minute dieser besonderen Fahrt.    

Nehmen Sie sich unbedingt Zeit, um auch das kleine Museum zu besuchen, dass der Verein in einem ehemaligen Lokschuppen am Bahnhof Norden eingerichtet hat. Hier ist alles Erdenkliche zum Thema Eisenbahn-Historie zu finden. Es stehen sowohl eindrucksvoll aufbereitete Fahrzeuge als auch diverse Geräte, Dokumente und ein Stellwerk im Eisenbahnmuseum, welches in den Sommermonaten immer sonntags von 12 bis 16:30 Uhr besichtigt werden kann.

  1. Krimi-Caching

Mit dem Fahrrad die weitläufige Natur erkunden oder lieber einen spannenden Krimi lesen – diese beiden Optionen scheinen sich zu widersprechen. Doch hier an der Küste Norddeichs wird dieses Paradoxon aufgehoben und zwei scheinbar gegensätzliche Aktivitäten miteinander verknüpft. Es ist also definitiv möglich, Krimigenuss und Bewegung im Norderland zu verbinden. Die Lösung heißt: Krimi-Caching.

Hier wird die bereits schon länger bekannte Idee des Geocachings durch das Projekt „Krimiküste“ der Kurververwaltung Norddeich erweitert. Konkret lautet die Aufgabe, mit dem Fahrrad eine vorher unbekannte Strecke von insgesamt 33 km zurückzulegen. Alles, was der Abenteurer zu Beginn des Krimi-Caching-Erlebnisses zur Verfügung hat, ist eine Koordinate, die ihn zu seinem Startpunkt führt. Hier erwartet ihn der erste Teil des Krimicache 1: „Die Vorahnung“, eine Erzählung des Krimiblitz-Gewinners und Bestseller-Autors Klaus-Peter Wolf. An einer Tafel muss mit dem Handy ein QR-Code eingelesen werden, schon berichtet der Autor von einer düsteren „Vorahnung“. Wie es weitergeht? Das erfährt der Krimi-Fan, indem er der nächsten Koordinate folgt und damit die nächste Station ausfindig macht. Stück führt Stück erobern Sie auf diese Weise mit dem Fahrrad eine faszinierende Fahrt durch die Ostermarsch, den Lütetsburger Wald und Norden. An jeder Station wartet ein weiteres Stück spannender Krimi-Literatur. Wem die 33 Kilometer dann doch zu lang sind, kann ab Station einer ausgewiesenen Abkürzung folgen und somit die Route auf nur 17 Kilometer verkürzen, ohne dass das literarische Erlebnis darunter leiden würde.

Mitmachen kann, wer immer Lust dazu verspürt. Sie müssen sich nirgendwo anmelden, keine Tour buchen oder Ähnliches. Alles, was Sie benötigen um durchzustarten, ist ein Smartphone mit Internetzugang, eine App, die das Lesen eines QR-Codes ermöglicht sowie eine App zur Navigation mittels Geokoordinatoren, bei der die Darstellung der Koordinaten auf „DMS“ gesetzt werden muss, um die richtigen Standorte angezeigt zu bekommen. Alle benötigten Apps sind sowohl für iOs als auch für Android kostenlos erhältlich.

Fehlt nur noch die erste Koordinate. Diese lautet: N 53° 36’43.41′  E 007°9’22.65′. Wenn Sie diese zuverlässig gefunden haben, winkt Ihnen als Belohnung der erste Teil einer spannenden Story sowie ein Hinweis darauf, wohin die Reise als nächstes gehen soll. 

Freuen Sie sich auf ein spannendes Naturerlebnis.

  1. Paddel- & Pedalstationen Norden & Leybuchtsiel

Es muss nicht immer die raue Nordsee sein, wenn Sie Lust auf Wassersport verspüren. Auch hinter dem Deich erwartet Sie ein grandioses Naturerlebnis. Weit erstreckt sich hier das flache Land, die Wiesen werden von Flüssen durchzogen. Diese Region ist wie gemacht für Fahrradtouren – oder für einen Bootsausflug. An den Paddel- und Pedalstationen Norden und Leybuchtsiel können Sie beides miteinander kombinieren. Bei schönem Wetter erwartet Sie ein toller Aktivtag.

Entdecken Sie die Region wahlweise mit dem Fahrrad oder mit einem Kajak. Das Schöne: Sie können beides nach Herzenslust miteinander kombinieren. Die umständliche Organisation wird Ihnen von der Familie Kirchhoff, die die Paddel – und Pedalstationen betreibt, abgenommen. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können mit dem eigenen Fahrrad zur Station radeln, diese hier an die freundlichen Mitarbeiter übergeben, in eines der Kajaks steigen und gemütlich die Flussroute entlang paddeln. Selbstverständlich erfolgt zunächst eine entsprechende Einweisung. Schwimmwesten sorgen für Ihre Sicherheit. Dann kann auch schon nichts mehr schiefgehen. Vom Wasser aus genießen Sie die wunderbare Aussicht, die frische Luft, das angenehme Klima. An der Ankunftstation erwartet man Sie wieder mit Ihren eigenen Fahrrädern, so dass Sie wieder bequem zurück zu Ihrer Ferienunterkunft radeln können.

Sie können natürlich auch eine andere Variante wählen. Radeln Sie etwa die Route auf dem Hinweg, übergeben Sie dann Ihre Räder und paddeln Sie zurück. Auch hier gehört der Bringservice dazu. Keine Fahrräder dabei? Das ist natürlich auch kein Problem. Selbstverständlich können Sie Fahrräder mieten. Auch hier liegt es ganz bei Ihnen, wo und wie Sie zusteigen. Gerne bringt Familie Kirchhoff Ihnen die Mietfahrräder zu Ihrer Unterkunft, damit Sie direkt von hier starten können.

Sie sehen: Ihre Route wird individuell nach Ihren Wünschen angepasst, Fahrräder werden gebracht und geholt, gerade wo es Ihnen am liebsten ist. Hauptsache, Sie genießen Ihren unvergesslichen Tag.

Auch hinsichtlich der Kajaks gibt es ausreichend Auswahl. Sowohl 2er Kanus können gebucht werden, als auch ein Platz in einem 10er Kanu. Gruppenreisen sind ebenso möglich wie die romantische Tour zu zweit.

Frische Luft macht hungrig. Auf Wunsch können Sie ein leckeres Grillmenü dazu buchen, das Ihnen im Anschluss an Ihre Tour zubereitet wird. So endet ein besonderer Tag bei gutem Wetter auf die wohl angenehmste Weise.

  1. Surfschule Norddeich

Der Strand von Norddeich wartet mit allen auf, was der Aktivsport verlangt: Sonne, Meer, Wellen und Wind. Sportbegeisterte sollten bei gutem Wetter also unbedingt einen Kurs an der Surfschule Norddeich in Erwägung ziehen. Sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene und echte Profis bietet die Surfschule ein abwechslungsreiches Kursangebot. In der atemberaubenden Kulisse des Wattenmeeres können Aktivurlauber wahlweise Windsurfen, Kiten, Segeln, Stand Up Paddelboarding oder Landboarden. Dabei vermitteln Grundkurse erste Grundlagen. Entsprechend der bereits vorhandenen Fähigkeiten können Aufbaukurse belegt werden. Das erfahrene Lehrerteam kann sich auf rund 100.000 Stunden internationale Schulungserfahrung mit über 10.000 Schülern berufen. Michael Vogel, Lehrbuchautor und Kitemagazin Test-Fahrtechnikexperte gilt als der bekannteste Vertreter des Lehrerteams. Als eine der ersten Schulen erhielt die Surfschule Norddeich 2014 vom VDWS das Qualitätssiegel „Qualitätsausbildung im Wassersport“.

Eine der beliebtesten Sportarten ist hier eindeutig das Windsurfen. Die Bedingungen am Norddeicher Strand sind dafür ideal. Hierfür bietet die Surfschule regelmäßige Kurse für nahezu alle Altersgruppen an. Die passende Ausrüstung kann bei Bedarf angemietet werden. Darüber hinaus gewinnt das Kiten als aktuelle Trendsportart immer größere Beliebtheit. Aus diesem Grund bietet das Lehrerteam der Surfschule Norddeich nicht nur Kite-Kurse für Teilnehmer aller Stufen an, sondern legt selbst auch Wert auf regelmäßige Weiterbildungen. Die Surfschule hält auch hier eine Vielzahl unterschiedlicher Boards, Kites und Bars für seine Schüler bereit. Dank der großen Professionalität und Erfahrung der Lehrer, findet immer eine umfassende Beratung und individuelle Betreuung statt.

Neben diesen Trendsportarten kommen aber auch klassische Segelfans auf ihre Kosten. Gerade an der Nordseeküste mit ihrer landschaftlichen Schönheit ist dies besonders attraktiv. Wer noch nie gesegelt ist, kann an der Surfschule einen Schnupperkurs belegen. Wer Feuer gefangen hat, kann sich im Anschluss für einen der regelmäßig stattfindenden Grundkurse entscheiden, die mit dem Erhalt des Segelscheins erfolgreich absolviert werden.

Übrigens: Segeln ist nicht nur etwas für Erwachsene. An der Surfschule Norddeich können auch Kinder zwischen 7 und 11 Jahren das Segeln erlernen. Dieser Kindersegelkurs wird selbstverständlich sehr spielerisch und kindgerecht durchgeführt und verspricht in erster Linie viel Spaß für die Kleinen. Sie beenden den Kurs voller Stolz mit dem Jüngstensegelschein.

Darüber hinaus bietet die Surfschule Norddeich weitere spannende Kurse. Wie wäre es beispielsweise mit einem Grundkurs in Stand Up Paddeling? Bei dieser neuen Trendsportart bewegt man sich stehend auf einem Board mit Hilfe eines Paddels fort. Wem die Nordsee etwas zu kalt ist, muss auch nicht unbedingt ins Wasser. Landboarding ist eine weitere interessante Sportart, die grundsätzlich dem Kiten ähnelt, dafür jedoch auf dem trockenen Festland absolviert wird. Etwas gemächlicher geht es schließlich mit dem Kajak zu. Hiermit lassen sich besonders die Kanäle hinter dem Deich befahren.

Unsicher, mit welcher Sportart Sie es versuchen sollten? Dann statten Sie der Surfschule einfach einen Besuch ab und lassen Sie sich beraten.

  1. Abenteuergolf

Aktivsport in Norddeich muss nicht immer etwas mit Wasser zu tun haben. Auch andere Aktivitäten machen hier richtig Spaß. Ein absolutes Highlight ist für Groß und Klein ein Besuch des Abenteuergolfparks in Norddeich. Sie können sich das Prinzip wie klassisches Minigolf vorstellen. Nur ist hier alles eine Spur abenteuerlicher, spannender und damit auch außergewöhnlicher als herkömmliches Minigolf. Die einzelnen Spielbahnen, die jeweils eine Größe von 30 bis 50 Quadratmetern haben, werden im Gegensatz zum Minigolf direkt betreten, was bei dieser Größenordnung gar nicht anders möglich ist. Jede einzelne der 18 Bahnen hat ein eigenes Design sowie individuelle Schwierigkeiten und stellt somit immer andere Herausforderungen an die Spieler. Manche Bahnen sind bewusst uneben, haben Hügel oder enorme Steigungen. Sogar hängende Greens können das Spiel erschweren. Hinzu kommen künstliche, sehr kreative Hindernisse. Es ist also alles andere als leicht, den Ball in das dafür vorgesehene Loch zu putten. Dafür ist jedoch maximaler Spaß garantiert – und zwar für jede Alternsgruppe.

Nicht unbedingt Lust aufs Golfen? Trotzdem ist der Besuch des Abenteuergolfparks einen Besuch wert. Die gesamte Anlage ist nämlich sehr schön gestaltet und lädt regelrecht zum Flanieren ein. So führen die kleinen gepflasterten Wege vorbei an wunderschönen Bepflanzungen und anderen optischen Besonderheiten wie etwa einen Palisadenhohlweg und einen kleinen Bachlauf. Damit hat der Golfpark den Charme eines barocken Parks, der auch für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen gut passierbar ist. 

Regnen sollte es bei Ihrem Besuch vielleicht nicht unbedingt. Doch der Golfpark ist dennoch keineswegs nur im Sommer sehenswert. Mit seinen Öffnungszeiten von Anfang Februar bis Anfang November ist er beinahe ganzjährig geöffnet. Manchmal ist der Besuch bei guter Witterung sogar im Januar möglich. Dann heißt es nur warm anziehen und trotzdem mit Freude den Schläger schwingen.

Sie sehen – vor allen Dingen bei gutem Wetter sollten Sie ruhig ein paar Tage mehr an Urlaub einplanen, denn die Nordseeküste bietet besonders in und um Norddeich zahlreiche Aktivitäten, die Spaß machen und dazu beitragen, dass Sie Ihre Ferien in vollen Zügen genießen – ganz gleich, ob die Sonne warm scheint, oder Ihnen ein rauer Wind um die Nase weht. Sollte es dennoch auch mal regnen, so können Sie mit entsprechender Kleidung entweder die Zähne zusammenbeißen und sich dennoch an den genannten Freizeitaktivitäten versuchen. Oder Sie nutzen die vielseitigen Angebote Norddeichs für Schlecht-Wetter-Tage.

 

 

Erleben Sie Norddeich – mit zahlreichen Aktivitäten

Jedes Jahr zieht es Millionen von Touristen an die deutsche Nordsee. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die einen wissen das Klima zu schätzen. Es ist hier niemals zu heiß, stets weht ein frischer Wind, die Luft ist salzig und klar. Besonders Menschen, die unter Schwierigkeiten mit den Atemwegen, aber auch der Haut leiden, profitieren von diesem besonderen Klima. Andere wiederum lieben die besondere Natur. Nicht ohne Grund ist das Deutsche Wattenmeer Naturerbe. Kaum eine andere Küstenregion bietet ein derart eindrucksvolles Schauspiel der Gezeiten.

Es gibt natürlich auch Menschen, die Deutschlands Norden als ihr Reiseziel wählen, weil sie die geringe Entfernung begrüßen. In nur wenigen Autostunden – ganz gleich aus welcher Region Deutschlands Sie kommen, befinden Sie sich in einem zauberhaften Feriengebiet. Wozu sich also mit einer langen Reise stressen?

Doch die meisten Urlauber, die ihr Herz an die ostfriesische Nordseeküste – und insbesondere vielleicht an die Region rund um Norden/Norddeich – verloren haben, lieben diese unverwechselbare Kombination aus maritimen Charme, Erholung und vielseitigen Freizeitaktivitäten. Hier in Norddeich können Sie weitaus mehr entdecken und erleben, als nur kilometerlange Strände – so schön diese auch sein mögen. Eine Woche Urlaub etwa reicht überhaupt nicht aus, um nur annähernd die Vielfältigkeit dieser Region ausschöpfen zu können. Es gibt vieles zu sehen, vieles zu erleben und vieles zu unternehmen. Das Wetter spielt dabei nur eine sekundäre Rolle, denn für jede Witterung bietet Norddeich Abwechslung.

Norddeichs Sehenswürdigkeiten

Das zu Norden gehörende Norddeich ist ein bezauberndes kleines Städtchen, das mittlerweile unzählige Touristen in seinen Bann geschlagen hat, sich dennoch diesen friesischen kleinstädtischen Charme erfolgreich bewahren konnte. Wenn Sie hier Unterkunft bezogen haben, ist es eine wahre Freude, gemütlich durch die kleinen Straßen zu schlendern. Die vielen typischen Geschäfte laden zum Flanieren ein. So darf hier ein obligatorischer Teeladen nicht fehlen, der alles bietet, was Sie zu einer ostfriesischen Teezeremonie benötigen. Neben vielen verschiedenen hochwertigen Teesorten finden Sie hier natürlich die berühmte Friesentee-Mischung, dazu den Kluntje (weißen Kandiszucker), aber auch das notwendige Zubehör, wie Teegeschirr im Friesendesign, Teeeier, Sahnelöffel etc. Sie werden beim Besuch eines Teeladens in Norddeich schnell feststellen, dass es hier nicht allein darum geht, Tee und alles, was dazu gehört, zu verkaufen, sondern auch friesische Teekultur zu vermitteln. In Ostfriesland haben Menschen Zeit bzw. sie nehmen sie sich – für Gespräche, für Spaziergänger, für gutes Essen und eben auch für ihre Teezeit. Im Teeladen werden die Verkäufer sich ebenfalls Zeit für Sie nehmen. Meist besteht auch die Möglichkeit, die Besonderheiten der ostfriesischen Teezeremonie zu erlernen und gleich vor Ort ein Tässchen Tee zu probieren.

Beim Spaziergang durch Norden-Norddeich werden Ihnen die typischen Hausfassaden auffallen. Auch diese Bauweise macht diese Region liebenswert. Vielleicht führt Sie Ihr Spaziergang an einer der Kirchen vorbei. Statten Sie der Ludgeri-Kirche direkt am Marktplatz in Norden einen Besuch ab. Sie wirkt allein durch ihre Bauweise eindrucksvoll, vielleicht auch etwas düster, besitzt aber darüber hinaus eine erstaunliche Akustik, in der sich die wunderbare Orgel voll entfaltet. Wenn möglich, sollten Sie hier einen Gottesdienst besuchen, um dem Orgelspiel in dieser besonderen Atmosphäre zu lauschen. Wenn Sie schon einmal in dieser Gegend sind, lohnt sich ein Spaziergang zur Mennonitenkirche. Allein die Fassade verspricht hier ein ganz anderes Gotteshaus. Das Innere übertrifft die Erwartungen. Wenn es möglich ist, sollten Sie eine Kirchenführung in Anspruch nehmen, Sie werden Interessantes erfahren.

Bei Regenwetter, das einen Spaziergang etwas weniger angenehm macht, lohnt sich ein Besuch in einem von Nordens Museen. Unerlässlich etwa ist der Besuch des Teemuseums, bei dem Sie alles über die Herstellung und Import des Tees erfahren, etwas über die Historie des Teehandels lernen und auch insbesondere hinsichtlich ostfriesischer Teekultur interessante Einblicke gewinnen. Mit ständig wechselnden Ausstellungen und Workshops bietet das Teemuseum auch „Wiederholungstätern“ immer etwas Neues. Wer bislang noch nicht die Gelegenheit hatte, an einer ostfriesischen Teezeremonie teilzunehmen, sollte dies hier unbedingt tun.

Ein absolutes Muss für alle Norddeich-Urlauber ist der Besuch der Seehundstation und Waloseums. Die Seehunde und Kugelrobben fühlen sich an der Nordseeküste ohnehin recht wohl. Bei schönem Wetter nutzen daher viele Urlauber die Möglichkeit, mit einem Schiff hinaus zu den Seehundbänken zu fahren und den putzigen Zeitgenossen einen Besuch abzustatten, während diese faul in der Sonne dösen. Doch die manierlichen Tiere benötigen auch den Schutz des Menschen. Dieses erfahren Touristen in der Seehundstation. Hier bieten Ausstellungen sowohl über die Tiere selbst als auch über die naturgegebenen Besonderheiten des Deutschen Wattenmeers interessante Einblicke. Lohnenswert ist der Besuch der Seehundstation im Frühsommer, vornehmlich im Juni. Zu dieser Zeit warten nämlich die jüngsten Vertreter dieser Gattung auf die Besucher. Heuler, also Seehundwelpen, die ihre Mutter verloren haben, werden in der Seehundstation aufgenommen und aufgepäppelt, bis sie schließlich soweit herangewachsen sind, dass sie ohne Bedanken wieder in ihre natürliche Umgebung zurück entlassen werden können. Natürlich stehen hier der Schutz und die Pflege der Tiere im Vordergrund, Besucher können die Heuler nur durch Glasscheiben und mit sicherer Distanz betrachten. Doch auch dann genießen Touristen die ungewohnte Nähe zu den Tieren.

Kein Badewetter an der Nordsee? Auf Badevergnügen müssen Norddeich-Urlauber dennoch nicht verzichten, denn Norden hat eine weitere Attraktion zu bieten: das Ocean Wave. Hierbei handelt es sich um ein Spaß- und Freizeitbad, das auch für Erholungsbedürftige und Wellnessliebhaber einiges zu bieten hat. Toben Sie im Wellenbad, genießen Sie die wohltuende Wärme des 30-Grad-warmen-Salzwasser, planschen Sie in der Grotte oder entspannen Sie in einer der Erholungsoasen. Die Kleinsten können im warmen Kleinkinder-Pool nach Herzenslust spielen, die größeren kommen auf den Wasserrutschen voll und ganz auf ihre Kosten. Auch diese Attraktion in Norden sollten Sie nicht verpassen.         

Strandspaß an der Nordsee

Nicht immer herrscht in Norden Regen. Es gibt durchaus viele sonnige und warme Tage. Diese sollten Sie unbedingt am kilometerlangen weißen Sandstrand genießen. Der ist gerade hier absolut eindrucksvoll. Egal, wie warm es ist, es weht immer ein frischer Wind, so dass niemals Überhitzung zu fürchten ist. Wer sich nicht unbedingt die Sonne auf den Kopf scheinen lassen möchte oder etwas Schutz vor dem manchmal doch starken Wind sucht, mietet sich einen Strandkorb an. Das gehört zum Nordsee-Feeling einfach dazu. Baden lässt es sich in den Wellen der Nordsee ganz vorzüglich, auch wenn die Wassertemperatur nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Mit etwas Überwindung gelingt es jedem, sich irgendwann kopfüber in die Fluten zu stürzen und sich an die Temperatur relativ schnell zu gewöhnen. Ist das Meer gerade aufgrund der Gezeiten nicht zum Baden verfügbar, bietet sich der Norddeicher Sandstrand für ausgedehnte Spaziergänge an.

Die Weitläufigkeit des Strandes ermöglicht es, einzelne Abschnitte zu unterhalten, die individuell auf die Bedürfnisse der verschiedenen Besucher zugeschnitten sind. Für jene, die vornehmlich Ruhe suchen, gibt es entsprechend abgelegene Strandabschnitte, an denen nichts los ist, und an denen man einfach nur entspannen kann. Andere sind prädestiniert für Familien, es gibt verschiedene Freizeitangebote und Kinderspielplätze, so dass auch ein mehrstündiger Aufenthalt am Strand niemals langweilig wird. Auch Hundebesitzer haben ihr Territorium. Norddeich besitzt einen eigenen Hundestrand, an dem auch die Vierbeiner nach Herzenslust toben können und die Hundebesitzer nicht fürchten müssen, sich den Unmut anderer Badegäste zuzuziehen.      

Darüber hinaus bietet der Strand viele weitere Möglichkeiten. Da ein frischer Wund weht, lädt er beispielsweise auch ganzjährig dazu ein, Drachen steigen zu lassen. Wer hieran Freude hat, sollte seinen Besuch im Mai einplanen, wenn das jährliche Drachenfestival Hunderte der bunten Figuren an den Himmel steigen lässt. Dazu gibt es zahlreiche Aktivitäten und Stände, so dass das Festival für alle Besucher – ob mit oder ohne Drachen – ein Erlebnis wird.

Das Deutsche Wattenmeer – Naturschauspiel mit vielen Freizeitmöglichkeiten

Das Deutsche Wattenmeer ist nahezu einzigartig und damit zu Recht Naturerbe. Alle Meere spüren die Gezeiten, doch dass bei Ebbe die Nordsee kilometerweit nicht mehr zu sehen ist, ist doch ein ganz besonderes Schauspiel. Daher sollten Sie sich als Besucher in Norddeich unbedingt mit dem Wattenmeer vertraut machen. Nutzen Sie eine der vielen verschiedenen Wattwanderungen. Sie werden feststellen, dass es hier um weit mehr geht, als lediglich im Watt zu laufen. Ein erfahrener Führer wird Ihnen gleichermaßen unterhaltsam wie auch informativ alles über das Wattenmeer erzählen und Sie auf Besonderheiten aufmerksam machen, die Ihnen sonst entgangen wären. Darüber hinaus ist das Wandern im Watt wohltuend für Füße und Beine, wenngleich auch für Untrainierte anstrengend. Die Kurverwaltung hält ein abwechslungsreiches Programm bereit, in dem verschiedene Themenwanderungen enthalten sind. Auch ist für jede körperliche Verfassung etwas dabei, es muss nicht gleich die große halbtägige Wattwanderung sein, wenn Sie nicht allzu gut zu Fuß sind. Speziell für Familien mit Kindern gibt es ebenfalls passende, kindergerechte Führungen. Wichtig ist, sich niemals alleine ins Watt zu wagen, da die Gezeiten schwer einzuschätzen sind und die Orientierung im Watt für Unerfahrene nahezu unmöglich ist.

Auch vom sicheren Land aus bieten sich Wanderungen und Führungen an, um die Schönheit des Deutschen Wattenmeeres zu entdecken. Die Vegetation ist vielseitig, der Blick kann über das ebene Land wandern. Atmen Sie tief ein und spüren Sie, wie aller Druck, aller Stress von Ihnen abfällt.     

Die schönsten Leuchttürme

Was wäre Norddeutschland ohne seine Leuchttürme? Sie weisen Seefahrern seit Jahrhunderten den Weg und prägen die Landschaft. Gerade die Region rund um Norddeich hat hier wahre Schätze zu bieten. Schnell werden Sie feststellen: Kein Leuchtturm gleich dem anderen, jeder hat einen besonderen Charme, deshalb sollten Sie niemals die Regel anzuwenden versuchen: „Kennst du einen, kennst du alle.“ Im Gegenteil. Gerade wenn Sie die Zeit nutzen, sich während Ihres Ferienaufenthalts ein paar mehr Leuchttürme anzusehen, werden Sie sensibel sein für die kleinen, aber feinen Unterschiede und Besonderheiten.

Die meisten dieser Leuchttürme sind allerdings auf den Inseln in der Nähe von Norddeich zu finden. Jede einzelne dieser Eilande ist jedoch einen Besuch durchaus wert. Auf der höchsten Düne von Juist etwa thront der alte Wasserturm, der zwar im eigentlichen Sinne kein Leuchtturm ist, dennoch jedoch als Wahrzeichen der Insel gilt und mit Sicherheit ein interessantes Bauwerk darstellt. Der Doornkaatbuddel, wie er von den Inselbewohnern liebevoll genannt wird, spielt eine wichtige Rolle in der Wasserversorgung. Von außen ein sehr beliebtes Fotomotiv, kann der Juister Wasserturm leider von innen nicht besichtigt werden. Diese Möglichkeit bietet indes der Wasserturm von Langeoog. Er wurde durch ein Wasserwerk ersetzt und kann daher heute von Besuchern besichtigt werden. Sollte es Sie auf die Insel Langeoog verschlagen, sollten Sie diese Möglichkeit unbedingt wahrnehmen, denn von hier oben bietet sich Ihnen eine fantastische Aussicht. Bei gutem Wetter können Sie bis zum Festland schauen oder auch den Blick zu einer der Nachbarinseln gleiten lassen. Im unteren Bereich des Langeooger Wasserturms befindet sich die Dauerausstellung „100 Jahre Wasserturm“.

Gleich doppelte Besetzung bietet die Insel Wangerooge. Hier prangt ein neuer Leuchtturm aus Stahlbeton. Der „Neue Leuchtturm“ wurde 1966-67 gebaut und ist für die damalige Zeit ein echtes technisches Meisterwerk. Seit seiner Fertigstellung im Jahre 1969 leitet sein Hauptfeuer in 60 Metern Höhe die großen Tanker. Darüber hinaus verfügt der „Neue Leuchtturm“ über ein Nebenfeuer, welches als Signal für den westlichen und südlichen Schiffsverkehr dient. Der damit im Jahre 1969 berentete alte Leuchtturm ist für Touristen vielleicht noch attraktiver. Er befindet sich nach wie vor im guten Zustand und kann besichtigt werden. Er beinhaltet ein interessantes Inselmuseum, ein Aussichtsturm, dessen 39 Meter Höhe über 146 Stufen erreicht werden kann, bietet eine fantastische Aussicht. Das Besondere am „Alten Leuchtturm“ Wangerooges: In der ehemaligen Wachstube des Leuchtturmwärters befindet sich heute ein Standesamt. Hier können sich Nordsee-begeisterte Paare trauen und die Hochzeitsbilder gleich auf der Aussichtsplattform des Leuchtturms machen lassen.

Der höchste Leuchtturm Deutschlands misst 63,30 m und kann ebenfalls während Ihres Aufenthalts in Norddeich besichtigt werden. Der Campener Leuchtturm wurde 1889/1890 erbaut. Es handelt sich – wie beim Pariser Eiffelturm – um einen Stahlfachwerkturm, für die Zeit der Jahrhundertwende eine architektonische Sensation. Sein Leitfeuer führt die Schiffe vorbei an Borkum in die Emsmündung. Ganz unbeschwerlich ist der Aufstieg der insgesamt 308 Stufen sicher nicht, doch die Mühe wird belohnt. Auf der Aussichtsplattform angekommen, reicht der Blick über Borkum bis nach Emden.

Die Insel Borkum selbst wartet ebenfalls mit zwei Leuchttürmen auf. Der alte Leuchtturm wird auch der „Kleine Leuchtturm“ genannt. Er steht auf der südwestlichen Seite der Insel auf einer 10 Meter hohen Düne. Seinen Dienst erfüllte der ebenfalls um die Jahrhundertwende erbaute Leuchtturm bis in die 60er Jahre hinein. Dann wurde allerdings das Fahrwasser strömungsbedingt verlegt, so dass der kleine Leuchtturm, der in klassischem Rot-Weiß erstrahlt, in Rente gehen konnte. Der neue, auch große Leuchtturm, wie ihn die Inselbewohner nennen, ist indes nicht etwa als Nachfolger des alten Leuchtturms zu verstehen. Vielmehr beruht sein Name auf der Tatsache, dass der ursprünglich bereits im 16. Jahrhundert erbaute alte Leuchtturm bei einem Brand zerstört wurde, so dass im Jahre 1879 ein neuer Leuchtturm erbaut werden musste. Dieser „Große (Neue) Leuchtturm“ ist rund 60 Meter hoch und wirkt mit seinen grauen Mauern sehr imposant. Auch er kann besichtigt werden.

Kein Weg führt jedoch am Pilsener Leuchtturm vorbei, er ist das berühmteste Wahrzeichen dieser Region. Zum einen ist die Farbgebung des Pilsener Leuchtturms sehr besonders: Mit seinen gelb-roten Streifen ist er unverwechselbar. Bis 1915 diente er als wichtiges Leitfeuer. Zu Beginn des 1. Weltkrieges jedoch entschied man sich dafür, das Feuer auszuschalten, da die Gefahr bestand, feindliche Schiffe damit an die Küste zu leiten. Seitdem ist der Pilsener Leuchturm nicht mehr in Betrieb. Dennoch ist er eine kleine Berühmtheit. Er diente dem ostfriesischen Komiker Otto Waalkes in „Otto, der Film“ als Kulisse. Allein aus diesem Grund ist der Leuchtturm bis heute ein Touristenmagnet, seine Wände wurden mit zahlreichen Hommagen an den Komiker verziert. Übrigens: Auch hier besteht die Möglichkeit, sich in außergewöhnlicher Kulisse trauen zu lassen.

 

 

Inseln in der Nähe von Norddeich

Nicht nur die verschiedenen Leuchttürme sind ein willkommener Anlass, um die ostfriesische Inseln zu besuchen. Jede einzelne ist einen Besuch wert, jede Insel besitzt ihre Besonderheiten. Von Norddeich aus gehen täglich in regelmäßigen Abständen Fähren zu den vorgelagerten Inseln. Je nach Gezeiten und Wetterbedingungen variiert die Fahrtzeit, beträgt aber durchschnittlich nur eine Stunde. Es besteht zudem die Möglichkeit, die friesischen Inseln mit einem kleinen Flugzeug anzufliegen. Dieser Flug dauert nur fünf Minuten, bietet jedoch wundervolle Aussichten auf diesen Teil der Nordseeküste.

Entdecken Sie etwa Borkum, Juist oder die sehr beliebte Urlaubsinsel Norderney. Eine Besonderheit ist zudem ein Besuch auf der Insel Langeoog. Vor allen Dingen Familien fühlen sich hier sehr wohl. Die Insel ist komplett autofrei. Sie können sich vor Ort Fahrräder mieten oder die Insel einfach fußläufig erobern. Weite Sandstrände laden zum Badevergnügen oder für ausgedehnte Spaziergänge ein. Auch eine Kutschfahrt über die Insel ist ein besonders schönes Erlebnis, solange das Wetter mitspielt. Die ostfriesischen Inseln sind allesamt nicht besonders groß und können damit gut auch nur an einem Tag besichtigt werden.

Wangerooge und Baltrum sind ebenfalls sehr beliebte Urlaubsinseln, die sowohl für einen längeren Ferienaufenthalt zu empfehlen sind, als auch für einen besonderen Tagesausflug. Naturfreunde lieben die Insel Spiekeroog. Hier entfaltet sich eine wunderbare Dünenlandschaft.

Eine besondere Art, um die Inseln zu erreichen, sind geführte Wattwanderungen. Beeindruckend, wie es Ihnen möglich ist, von der Küste bei Ebbe einfach zu einer Insel hinzulaufen. Was vorher fern schien, ist plötzlich fußläufig erreichbar. Doch Vorsicht: Auch hier sollten Sie den Weg durch das Watt nur mit Führer antreten, auf eigene Faust wäre es ein lebensgefährliches Unterfangen. Haben Sie die Insel nach einer anstrengenden Wattwanderung erreicht, können Sie sich bequem mit der Fähre wieder zurück nach Norden bringen lassen.

Übrigens: Ihr Fahrzeug können Sie direkt an der Ablegestelle der Fähren auf einem dafür vorgesehenen Parkplatz lassen.

Sport wird hier großgeschrieben

Norddeich ist ideal, um sich sportlich zu betätigen. Selbst die größten Sportmuffel bekommen hier Lust auf Aktivität. Die Möglichkeiten sind natürlich hier Auch besonders vielfältig. Zum einen gibt es natürlich klassische Wassersportarten. Die Surfschule Norddeichs bietet Kurse für alle Altersgruppen und jeden Kenntnisstand in allen gängigen Trend- und auch klassischen Wassersportarten an. So können Sie am wunderbaren Sandstrand sowohl Kiten, als auch Surfen, Standup-Paddeling betreiben oder auf Segeltörn gehen. Sie können in den genannten Sportarten einfach mal einen Schnupperkurs belegen, oder auch Anfänger- und Aufbaukurse besuchen. Wenn Sie Ihre Ferien in Norddeich verbringen, können Sie die Zeit auch beispielsweise effektiv dafür nutzen, um den Segelschein zu machen. Selbst die Kleinsten haben diese Möglichkeit in kindgerechten Segelkursen. Auch sie werden mit dem Segelschein für Junioren belohnt.  Mit dem Pferd den Strand entlang zu galoppieren ist ebenfalls ein besonderes Erlebnis, wenngleich auch nur für erfahrene Reiter zu empfehlen.

Das weite flache Land ist selbstverständlich hervorragend dafür geeignet, um mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Selbst nicht ganz so gut Trainierte kommen bei der fehlenden Steigung gut zurecht. Es können die eigenen Fahrräder mitgebracht werden. Es gibt jedoch auch zahlreiche Fahrradvermietungen, so dass dies kein Muss ist. Besonders interessant sind die Kombi-Angebote mit Fahrradfahren und Paddeln. Nutzen Sie eine der Paddel- & Pedalstationen Norden & Leybuchtsiel. Sie können wahlweise mit dem Fahrrad anreisen, dieses hier übergeben und dann in einem Kajak die Kanäle entlang paddeln und dabei die wunderbare Landschaft genießen. Kanus sind hier in allen Varianten erhältlich, ganz egal, ob Sie alleine, zu zweit oder in einem 10er Kajak paddeln wollen. An der Ankunftsstation verlassen Sie Ihr Kanu und nehmen Ihr Fahrrad wieder in Empfang, um damit zurück zur Ferienunterkunft zu radeln. Möglich ist auch eine umgekehrte Variante, bei der Sie mit dem Fahrrad zunächst das Land erkunden und bis zur gewünschten Station radeln. Dort können Sie Ihr Fahrrad abgeben und den Rückweg mit dem Kanu antreten. An der dortigen Station steht Ihnen Ihr Fahrrad wieder zur Verfügung.  

Sport und Spaß in Kombination ist zudem möglich, wenn Sie dem Abenteuergolfplatz einen Besuch abstatten. Es handelt sich hierbei um eine außergewöhnliche Minigolfanlage der besonderen Art. Im Gegensatz zu normalen Minigolfplätzen sind die einzelnen Stationen mehrere Quadratmeter groß, so dass Sie sie fußläufig durchlaufen müssen. Die Hindernisse sind teils natürlich – wie etwa Hügel, hängende Greens ec. – andererseits künstlich. Nicht nur passionierte Minigolfer kommen hier auf Ihre Kosten. Der Abenteuergolfplatz ist so liebevoll und attraktiv angelegt, dass sich auch ein ausgedehnter Spaziergang durch die weitläufige Anlage lohnt.

Spazierengehen ist sowieso die Mindestanforderung, selbst für Sportmuffel. Dafür ist diese Region einfach zu weitläufig, zu schön, das Klima zu wohltuend, als dass Sie nicht einige Kilometer davon zu Fuß besichtigen sollten. Nutzen Sie die Möglichkeit langer Strandspaziergänge, genießen Sie die Natur, atmen Sie durch. Die Bewegung macht in dieser Umgebung außergewöhnlich viel Freude.       

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Norddeich und die gesamte Umgebung drumherum können Sie auf vielerlei Arten erkunden. Wie bereits erwähnt lohnen sich lange Spaziergänge. Auch eine ausgedehnte Fahrradtour sollten Sie wenigsten einmal unternommen haben. Diese Region ist viel zu schön, um sie mit dem Auto zu durchqueren. Da die Ostfriesen sehr naturverbunden sind, gibt es weitere Angebote, um etwas naturnäher herumzukommen. Kutschfahrten werden allerorts, auch auf den Inseln, angeboten und sind bei schönem Wetter ein echtes Erlebnis. Auch Pferdehöfe finden Sie hier vielerorts, viele Reiterhöfe bieten neben Reiterferien und Reitkursen auch einmalige Ausflüge für etwas Reiterfahrenere an.

Die ebenen und gut geteerten Wege können Sie auch mit Inline Skatern befahren. Selbst nicht so ganz Erfahrene kommen hier relativ gut zurecht, auch, weil trotz der Touristenströme Ostfriesland immer ein wenig ursprünglich verlassen wirkt und Sie genügend Raum haben, sich zu entfalten.

Verlassen Sie einmal das Land, zieht es den Ostfriesland-Urlauber selbstverständlich aufs Wasser. Sportliche betätigen sich hier sehr aktiv auf dem Surfboard, auf dem Segelschiff oder einem anderen Wassersportgerät. Doch natürlich haben Sie unzählige Möglichkeiten, um sich auch von erfahrenen Kapitänen auf dem Meer geleiten zu lassen. Auch hier werden die Besonderheiten der Region berücksichtigt. Aussichtsfahrten führen zu den vorgelagerten Inseln. Auch sehr beliebt sind Schifffahrten zu den Seehundbänken. Hier können Sie bei gutem Wetter und entsprechenden Gezeiten relativ nah an die Sandbänke herankommen und den zahlreichen Seehunden und Kegelrobben zusehen, die sich träge in der Sonne aalen. Etwas mehr Action gewünscht? Angeboten werden ab Norddeich auch Fahrten mit dem Fischkutter. Diese sind informativ, denn Sie können hautnah mitterleben, wie Fischfang auf ostfriesische Art abläuft. Sie erfahren dabei nicht nur viel Theoretisches, sondern können auch dabei sein, wenn die ausgeworfenen Netze eingeholt werden. Dabei offenbart sich im Fang die Vielfalt der Nordsee: Bestaunen Sie die verschiedenen Fischarten, entdecken Sie Krebse, Muscheln und was die See sonst noch an ihren Früchten preisgibt. Manche Schiffsgesellschaften bieten dazu die Möglichkeit, an Bort einen maritimen Snack zu sich zu nehmen.

Auch Schifffahrten für Familien und Kinder sind an der ostfriesischen Nordseeküste mehr als beliebt. Hierzu bietet die Kurverwaltung allerhand Angebote.

Von oben können Sie das flache Land ebenfalls auf verschiedene Arten entdecken. Flüge führen ab Norden zu den einzelnen Inseln. In wenigen Minuten sind Sie dort, die Aussicht ist überwältigend. Das gilt auch für den Blick, der sich Ihnen von einem der vielen Leuchttürme bietet. Sie wollen nicht selbst in die Lüfte steigen? Dann schicken Sie einen bunten Drachen in die Luft. Nicht nur zum Drachenfestival im Mai ist der Himmel über Norddeich hierfür bestens geeignet.  

Zauberhafte Städtchen rund um Norddeich

Wenn Sie mehr als nur ein paar Tage in Norddeich sind, lohnt es sich, die Grenzen dieses Stadtteils zu verlassen und neben Norden selbst auch die vielen anderen kleinen zauberhaften Orte zu erkunden.

Ein besonderes Städtchen, das sie nicht versäumen sollten, ist Greetsiel. Dieser kleine, direkt am Meer gelegene Hafenort gehört zur Ferienregion Krummhörn. Es lohnt sich, durch die verwinkelten, urigen Gässchen zu schlendern, auf einer der Brücken die kleinen Kanäle zu überqueren und hin du wieder in eines der zahlreichen gemütlichen kleinen Lädchen einzukehren. Gemütlichkeit ist hier Programm. Dazu finden Sie zauberhafte Lokale mit typischen Gerichten. Wahrzeichen Greetsiels sind die beiden Zwillings-Windmühlen, die die Besucher am Ortseingang begrüßen.  

Ein weiterer Ort, den Sie in Ostfriesland besuchen sollten, ist das Städtchen Leer. Hier ist die historische Altstadt besonders sehenswert, Sie können hier gleichermaßen flanieren, wie auch einen Einkaufsbummel unternehmen. Im Herzen der Altstadt finden Sie das wunderschöne historische Rathaus, das im Neo-Renaissance-Stil erbaut wurde. Ebenfalls einen Besuch wert ist der wunderschöne historische Hafen Leers. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Im Museumshafen werden nicht nur Schifffahrts-Liebhaber auf Ihre Kosten. Darüber hinaus finden Sie in Leer auch den prunkvollen Bau des Schlosses Evenburg. Es liegt inmitten eines malerischen englischen Gartens. Nutzen Sie am besten einen sonnigen Tag, um diese wunderschöne Anlage zu entdecken. In dem liebevoll restaurierten Schloss finden zudem regelmäßig Sonderausstellungen, Konzerte, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen statt. Gerade, wenn Sie mit Kindern reisen, sollten Sie bei Ihrem Besuch auch das Leeraner Miniaturland nicht außer Acht lassen. Hier finden Sie originalgetreue Nachbauten regionaler Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:87. In dem 15.000 m² großem Park finden Sie beindruckende Miniaturlandschaften, die nicht zuletzt technisch wahre Meisterwerke sind. Dazu können Sie eine Fahr mit der Miniatureisenbahn unternehmen oder auf der Minigolfanlage die Schläger schwingen.

Entdecken Sie Emden

Als größte Stadt Ostfrieslands ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit für Emden, auf Ihrer Liste der Reiseziele zu landen, wenn Sie bereits in Norddeich Urlaub machen. Emden verfügt über eine schöne Innenstadt, in der es sich angenehm shoppen lässt. Darüber hinaus befindet sich hier auch das ostfriesische Landesmuseum, dem Sie einen Besuch abstatten sollten. Der berühmteste Sohn der Stadt ist zweifelsohne Komiker Otto Waalkes. Ihm ist in Emden ein eigenes Museum gewidmet, „Dat Otto Huus“. Es befindet sich mitten im Stadtzentrum und ist wegen seiner eigenwilligen Gestaltung für echte Fans nicht zu verfehlen. Es ist nicht sonderlich groß, dafür umso kurzweiliger. Selbst nicht ganz so eingefleischte Liebhaber des Komikers werden sich hier köstlich amüsiere. Zu sehen sind viele Exponate und Erinnerungen aus der Karriere des ostfriesischen Stars. Einige Kuriositäten befinden sich sicherlich darunter. Im 1. Stock des Museums ist ein kleines Kino zu finden, indem als Hommage an den Komiker unentwegt Sketche und Filmausschnitte zu sehen sind.

Anspruchsvollere Reisende sollten der Kunsthalle in Emden einen Besuch abstatten. Neben Dauerausstellungen zeitgenössischer Künstler bietet die Kunsthalle auch regelmäßig Sonderausstellungen, die nicht nur Kunstliebhabern das Herz öffnet.     

Die Meyer Werft – Wo große Reisen ihren Anfang nehmen

Ostfriesland zu bereisen ohne der Meyer Werft einen Besuch abzustatten, ist eine regelrechte Schande. Die Meyer Werft wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Papenburg gegründet, wo sie bis heute unternehmerisch aktiv ist und sich nach wie vor im Familienbesitz befindet. Das Werksgelände allein ist für das doch recht beschauliche Papenburg unfassbar eindrucksvoll. Kein Wunder: Hier werden seit mehr als 200 Jahren die größten Ozeandampfer gefertigt. Historische Berühmtheiten wie die Triton oder das Feuerschiff Elbe 1 wurden hier vom Stapel gelassen. Heute baut die Meyer Werft neben funktionalen Lastschiffen Fähr- und Containerschiffen, Tankern und anderen Transportern Kreuzfahrschiffe. Namhafte Kunden wie AIDA und Norwegian Cruise gehören zu den Meyer Werft Kunden, regelmäßig verlassen die imposanten Kreuzfahrtdampfer dieser Flotten die Werft.

Regelmäßig bietet die Meyer Werft ausführliche Werftbesichtigungen an. Hier können Touristen live dabei sein, wie der nächste Ozeanriese entsteht. Die Ausmaße sind gigantisch, jeder Besucher ist überwältigt von der hier vorzufindenden Größenordnung. Die Führungen in der Meyer Werft sind hervorragend organisiert. Dabei kommen Technikinteressierte ebenso auf ihre Kosten wie jene, die immer schon einmal von der Fahrt auf dem Meer träumten.      

Es lohnt sich im übrigen, regelmäßig die Internetseite der Meyer Werft zu besuchen. Hier sind die Termine zu finden, wenn eins der fertiggestellten Schiffe vom Stapel gelassen wird oder eine Überführung stattfindet. Beides sind spektakuläre Events. Das Stapellassen wird meist mit einer Party begangen, dazu verwandelt sich das Werftgelände in einen Festplatz. Überwältigend beschreiben es Besucher, wenn ein gigantischer Meereskoloss ins Wasser gelassen wird, was mit relativ viel Schwung geschieht.

Ebenfalls beeindruckend ist es, wenn ein Schiff über den Emskanal in Richtung seines Heimathafens überführt ist. Dann versammeln sich Tausende von Menschen an den Ufern des Kanals, um zuzusehen, wie sich ein Kreuzfahrtschiff ganz knapp durch den Kanal schiebt. Völlig surreal ist diese Szenerie und macht einem die Größe der Schiffe umso bewusster. Diese Jungfernfahrt gehört denjenigen, die am Bau mitgewirkt haben. Sie stehen auf den Decks und winken den zahlreichen Beobachtern auf den Deichen zu. 

Ein weiterer Tipp: In regelmäßigen Abständen – meist alle zwei Jahre – ist das Gelände in Papenburg Schauplatz des berühmten NDR Papenburg Festivals, welches meistens im September stattfindet. Mehrere namhafte deutsche Künstler treten hier in einem großen Festprogramm auf. Zigtausende von Besuchern tummeln sich auf dem Festivalgeländer in einer einzigartigen Atmosphäre. Wer Glück hat, kann das Papenburg Festival vor der Kulisse eines fertiggestellten Kreuzfahrtschiffes erleben.

Ein Tröpfchen in Ehren

An der Nordsee können Sie äußerst gut speisen. Aber auch trinkfest sind die Ostfriesen. Zwei besondere Werke haben im beschaulichen Ostfriesland ebenfalls ihre Heimatstätte. Zum einen lohnt sich ein Besuch in Jever sowieso. Dieses heimelige Städtchen ist ebenso wie Leer allein schon wegen der beschaulichen Kulisse und des typisch friesischen Charmes sehenswert. Doch natürlich erlangte dieser Ort seine Berühmtheit vornehmlich durch das Jever Bier, das hier gebraut wird. Daher ist es absolut zu empfehlen, der Jever Brauerei einen Besuch abzustatten – und das nicht nur, wenn Sie leidenschaftlicher Biertrinker sind.

Die Jever Brauerei bietet sehr informative Führungen an, bei denen Sie alles über die Kunst des Bierbrauens lernen können. Die circa zweistündige Führung beinhaltet eine Begehung der historischen Brauerei, bei der Sie auch einiges über die Geschichte der Jever Brauerei erlernen. Der zweite Teil der Führung führt durch die moderne Brau- und Abfüllanlage, bei der heutzutage rund 60.000 Flaschen abgefüllt werden. Bier ist nicht gleich Bier. Jever produziert zur Zeit vier verschiedene Sorten. Jeder Teilnehmer einer der Führungen kann zwei Gläser zweier Sorten seiner Wahl in der gemütlichen Stube verkosten. Diese sind im sehr humanen Führungspreis inbegriffen. Führungen durch die Brauerei finden ganzjährig dienstags bis freitags statt.

Highlight für viele Besucher ist der Abschluss im Souvenirshop. Tatsächlich hat Jever eine beindruckende Auswahl an Produkten zur Verfügung, so dass kaum jemand mit leeren Händen die Brauerei verlässt.

Auf den Geschmack einer Verkostung samt Führung gekommen? Dann statten Sie doch gleich dem Traditionsunternehmen Berentzen einen Besuch ab. Den Berentzen-Hof finden Sie nämlich ebenfalls in dieser Region, genauer in Haselünne. Seit rund 250 Jahren werden hier köstliche Spirituosen destilliert. Nutzen Sie unbedingt eine Berentzen Erlebnisführung, bei der Sie alles über die Kunst des Destillierens erfahren, historische wie auch moderne Destillationskunst kennenlernen und natürlich auch die Köstlichkeiten Berentzens probieren dürfen. Auf Wunsch ist die Führung mit Kaffee und Kuchen oder auch mit belegten Brötchen oder einer warmen Mahlzeit wie Gulasch verbunden. Abschließend haben Sie im Berentzen Hofladen die Möglichkeit, Berentzen-Produkte zu erwerben. Das ist besonders attraktiv, da Sie hier sicherlich Sorten finden, die Sie aus Ihrem heimischen Supermarkt nicht kennen. Ab 10 Personen bietet Berentzen auch individuelle Führungen an. Hier ist man selbstverständlich besonders flexibel und kann auf die Wünsche der Besucher eingehen. Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer einer Führung auch ein kleines Gastgeschenk als Andenken.

Für feuchtfröhliche Abende empfiehlt sich auch die Teilnahme an einer Night Guide. Diese beginnt mit einem so genannten Brennergang, bei dem die Teilnehmer auf den Spuren der alten Berentzen Destilliermeister wandeln. Nicht nur das Brennen wird thematisiert, sondern selbstverständlich auch das Trinken. Dazu wird der Abend in einer fröhlichen Runde beschlossen. Bei einer ausgiebigen Verkostung können Besucher sowohl neue Produkte als auch echte Berentzen Klassiker probieren.

Mehr als nur eine Reise wert

Bei all den vielseitigen Freizeitangeboten, versteht es sich von selbst, dass Norddeich mehr als nur eine Reise wert sein sollte. Schließlich möchten Besucher Ihre Ferien auch mit einer guten Portion Ruhe und Gelassenheit verbringen und dabei vielleicht auch an einigen Tagen einfach nur am Meer entlang spazieren oder am Strand dösen.

Planen Sie also für Ihre Ferien in Norddeich genügend Urlaubstage ein, sollte dies Ihr erster Besuch in dieser Region sein. Andernfalls versteht es sich von selbst, dass eine Wiederholung Ihres Norddeich-Urlaubs in naher Zukunft fällig werden wird. Nutzen Sie die saisonalen Angebote wie Festivals, um Norddeich von seinen verschiedenen Seiten und am besten bei jeder Wetterlage kennenzulernen. Dazu lädt einerseits das bereits erwähnte Drachenfestival ein, bei dem der nordische Himmel mit einer Vielzahl an bunten Flugdrachen erstrahlt, gleichzeitig für Groß und Klein auf dem weitläufigen Gelände zahlreiche Aktionen winken. Oder besuchen Sie das berühmte Wikingerlager. Dieses Fest ist den alten Nordmännern gewidmet und mehr als nur eine kleine Veranstaltung. Tatsächlich versammeln sich hier jährlich internationale Wikingerkrieger. Rund 50 Zelte werden auf der Drachenwiese aufgeschlagen. Die Wikinger bieten ihren Besuchern Kampfvorführungen und Waffenerklärungen dar. Außerdem können Besucher alte und wenig bekannte Handwerkskunst kennenlernen. Es ist also wie eine große Kultur- und Zeitreise zu einem Volk, das kaum irgendwo anders derart zelebriert wird. Für das leibliche Wohl gibt es Met und Honigbier, Natursäfte und deftige mittelalterliche Gerichte. Selbstverständlich gibt es auch Aktionen für die kleineren Besucher, die zum Mitmachen einladen. Die Abende klingen aus mit Feuershows oder auch Lagerfeuern, so dass jeder Tag berauschend zu Ende geht.

Ob nun Strandvergnügen, Akivsport, Teezeremonie, Leuchtturmbegehung, Wattwanderung, Stadtbummel, Werftbesichtigung oder Brauereiführung: Ihr Urlaub in Norddeich wird in jedem Fall abwechslungsreich und unvergesslich sein und Lust auf mehr (oder Meer) machen.